Kapitel 2: Unser Partner, das Yonso Project

Als Jonas und Maximilian sich entschieden hatten, ein Unternehmen zu gründen, das Bambusfahrräder herstellt, war ihnen schnell klar, dass sie einen Teil dieser Produktion nach Ghana verlagern wollten. Bei ihrem ersten Besuch, fiel ihnen auf, dass es für die Menschen dort sehr schwer war, fair bezahlte Arbeitsplätze zu finden. Die beiden sahen an dieser Stelle die erste Chance etwas verändern zu können. Wenn sie ihren Bambus sowieso aus Ghana beziehen und auch die Ursprungsidee von dort stammt, wieso dann nicht auch die Produktion der Rahmen dort hin verlagern?


Um ihren Plan so schnell wie möglich in die Tat umzusetzen, brauchten sie in Ghana einen Partner. Bei ihrer Suche machten sie Bekanntschaft mit Kwabena Danso und erfuhren von seiner außergewöhnlichen Geschichte.

Schon immer interessiert an der Weiterentwicklung seiner Region, genoss Kwabena das Privileg an einer Universität in Accra, der Hauptstadt von Ghana, Betriebswirtschaftslehre und Psychologie studieren zu können. Danach entschied er sich jedoch nicht dafür sein Land Richtung USA zu verlassen, oder einen Job in der freien Wirtschaft anzunehmen. Sein Weg führte ihn zurück in sein Geburtsdorf Yonso in Zentralghana. Dort gründete er 2005 eine NGO, das Yonso Project. Er fing an Spenden für dieses Projekt zu sammeln und baute auch schon bald im kleinen Stil Bambusfahrräder.

Dabei war es nicht immer leicht, wie Kwabena uns erzählt: „Es war sehr anspruchsvoll, manchmal lief es gut und manchmal sehr schlecht. Es war kein einfacher Weg, aber ich weiß, dass es für unser Wachstum notwendig ist.“Er startete sein Projekt damals ohne jedes Kapital. Ein Amerikaner, der ihm auch das Studium finanzierte, unterstütze ihn, indem er ihm die nötigen Materialien zur Verfügung stellte und die ersten Fahrräder von ihm kaufte. So schaffte es Kwabena das Projekt wachsen zu lassen, bis er 2010 an einer Airtel Touching Lives Kampagne teilnahm und gewann. Als Teil des Gewinnes, wurde er 2012 mit Ressourcen unterstützt, um seine Kapazitäten zu erweitern. Trotzdem war sein Projekt immer noch auf Spenden angewiesen und konnte sich nicht so entwickeln, wie er es sich wünschte.
Als Jonas und Maximilian auf Kwabenas Arbeit aufmerksam wurden, startete schon kurz danach die Zusammenarbeit mit my Boo, welche dem Yonso Project bis heute geholfen hat spendenunabhängig zu werden und sich selbst zu tragen.